Was ist ein Pectus Rib Flare und welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
- 25. Juli 2024
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 6 Tagen
Die Rippenprellung ist eine Erkrankung, die durch das Hervortreten der unteren Rippen gekennzeichnet ist und häufig eine abnorme Brustform verursacht. Diese Deformität kann isoliert oder als Bestandteil von Pektusdeformitäten, wie Pectus excavatum oder Pectus carinatum, auftreten. Für eine wirksame Behandlung ist es wichtig, die Rippenfehlstellung, ihre Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten zu verstehen.

Eine Rippenspreizung tritt auf, wenn der untere Teil des Brustkorbs nach außen ragt, was typischerweise den Rippenrand - die Unterkante des Brustkorbs - betrifft. Dieser Zustand kann auf einer Seite, häufig auf der linken, stärker ausgeprägt sein und kann sich beim Heben der Arme verschlimmern. Die Rippenspreizung wird häufig mit Pectusdeformitäten in Verbindung gebracht, bei denen die Rippen und das Brustbein aufgrund abnormaler Wachstumsmuster während der Pubertät falsch ausgerichtet sind.
Mehrere Faktoren tragen zur Rippenprellung bei, darunter:
- Pektusdeformitäten: Eine Rippenerweiterung tritt häufig in Verbindung mit Pectus excavatum (eingesunkene Brust) und Pectus carinatum (Taubenbrust) auf. In diesen Fällen kann die Rippenerweiterung die auffälligste Deformität sein, selbst wenn der zugrunde liegende Pectus leicht ausgeprägt ist[1][2].
- Wachstumsschübe: Die Rippenaufweitung entsteht oft während der raschen Wachstumsphasen in der Jugend, wenn der Brustkorb noch flexibel ist und Veränderungen erfährt.
- Haltungsprobleme: Eine schlechte Körperhaltung, insbesondere eine übermäßige Wölbung des Rückens, kann eine Rippenfehlstellung verschlimmern. Verspannungen des unteren Rückens und der Latissimus-dorsi-Muskeln können zu diesem Zustand beitragen, indem sie die Ausrichtung des Brustkorbs beeinträchtigen[5].
1. Versteifung
- Rippenprellungsgurt: In leichten Fällen kann ein Rippenprellungsgurt verwendet werden, der eine sanfte Kompression und Unterstützung bietet und dazu beiträgt, die Rippen in eine neutralere Position zu bringen. Dieser Gurt ist besonders wirksam bei jüngeren Patienten, deren Rippenkäfige noch flexibel sind[1][2].
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- Rippenfaltenbandage: In schwereren Fällen kann eine maßgefertigte Rippenfaltenbandage empfohlen werden. Diese Bandage übt gezielten Druck auf die unteren Rippen aus, so dass sie sich mit der Zeit wieder in eine korrigierte Position bewegen. Das Korsett wird in der Regel auf die spezifischen Maße und Symptome des Patienten abgestimmt[4].
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2. Physikalische Therapie und Übungen
- Kräftigung der Körpermitte: Gezielte Übungen für die Rumpfmuskulatur, insbesondere für die äußeren schrägen Muskeln, können dazu beitragen, die Ausrichtung der Rippen zu verbessern. Die Stärkung dieser Muskeln stützt den Brustkorb und kann die Ausprägung der Rippenprellung verringern[5].
- Verbesserung der Körperhaltung: Die Verbesserung der Körperhaltung ist von entscheidender Bedeutung. Techniken wie Pilates oder Yoga können die Körperwahrnehmung verbessern und eine korrekte Ausrichtung fördern, was mit der Zeit das Aufflackern der Rippen mildern kann. Tiefenatmungsübungen können auch die Rumpfmuskulatur aktivieren und eine bessere Haltung unterstützen[5].
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3. Überwachung und Änderung des Lebensstils
- Bei Patienten mit leichter Rippenprellung, die keine nennenswerten Symptome oder Funktionseinschränkungen verursacht, kann eine Überwachung des Zustands ausreichend sein. Die Förderung eines gesunden Lebensstils, wie z. B. ein gesundes Gewicht zu halten und aktiv zu bleiben, kann ebenfalls dazu beitragen, die Rippenfehlstellung in den Griff zu bekommen.
Chirurgische Optionen
In Fällen, in denen das Rippenfieber schwerwiegend ist und konservative Behandlungen unzureichend sind, kann ein chirurgischer Eingriff in Betracht gezogen werden. Zu den chirurgischen Optionen gehören in der Regel:
- Brustwandresektion und Rekonstruktion: Dieser Eingriff kann durchgeführt werden, um eine Rippenerweiterung zu korrigieren, insbesondere wenn sie mit Pektusdeformitäten einhergeht. Dabei wird der betroffene Rippenknorpel entfernt oder neu geformt, um das Aussehen und die Funktion des Brustkorbs zu verbessern. Diese Option ist in der Regel älteren Patienten vorbehalten, deren Rippenkäfige gereift und nicht mehr flexibel genug sind, damit eine Versteifung wirksam ist[1][2].
- Chirurgische Überlegungen: Eine Operation kann zwar die Ausrichtung der Rippen deutlich verbessern, birgt aber auch Risiken wie Infektionen, Schmerzen und eine mögliche Instabilität der Brustwand. Daher ist eine gründliche Untersuchung durch einen Thoraxspezialisten unerlässlich, bevor chirurgische Maßnahmen ergriffen werden[4].
Informationen zur Operation: www.pektusklinik.com
Schlussfolgerung
Eine Rippenprellung ist eine Erkrankung, die das Aussehen und die Funktion des Brustkorbs erheblich beeinträchtigen kann. Die Behandlungsmöglichkeiten reichen von konservativen Maßnahmen wie Gipsverband und Physiotherapie bis hin zu chirurgischen Eingriffen in schwereren Fällen. Ein frühzeitiges Eingreifen, insbesondere während der Wachstumsschübe in der Pubertät, kann zu besseren Ergebnissen führen. Wie bei jeder Erkrankung ist ein auf die individuellen Bedürfnisse und Umstände zugeschnittener Ansatz entscheidend für eine wirksame Behandlung. Die Konsultation eines auf Pektusdeformitäten spezialisierten Arztes kann den Patienten die am besten geeigneten Behandlungsoptionen für Rippenfehlstellungen bieten.
Citations:
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